Bevor ich behandle, will ich verstehen

Bei mir legst du dich nicht einfach auf den Bauch und ich spule irgendeine 08/15-Behandlung ab.

Bevor ich behandle, will ich verstehen.

Ich möchte wissen, wer du bist, was dich in den vergangenen Jahren beschäftigt hat und warum du jetzt zu mir kommst. Was ist dein Wunsch? Was ist meine Aufgabe? Und welches klare Ziel können wir gemeinsam formulieren?

Denn ohne gemeinsames Ziel gehst du vielleicht unbefriedigt nach Hause und ich habe das Gefühl, dass wir unsere Zeit verschwendet haben. Mit jedem Menschen, mit dem ich arbeite, brauche ich ein Ziel.

 

Ohne Ziel entsteht nur eine 08/15-Behandlung

Du könntest sagen:

„Mein Nacken tut weh.“

Dann könnte ich dich hinlegen, den Nacken massieren und hoffen, dass es danach besser ist.

Aber das reicht mir nicht.

Möchtest du wieder schmerzfreier arbeiten? Besser schlafen? Wieder Sport machen? Oder verstehen, warum derselbe Schmerz seit Jahren zurückkommt?

Das Ziel verändert meine Behandlung.

Vielleicht braucht es Heilmassage. Vielleicht Dorn-Breuss, weil wir Wirbelsäule, Becken, Gelenke und Muskulatur im Zusammenhang betrachten müssen. Vielleicht muss ich zuerst an deiner Hüfte arbeiten, obwohl du wegen deiner Schulter gekommen bist.

Ohne klares Ziel würde ich einfach irgendetwas machen.

Das ist nicht mein Anspruch.

 

Du wirst bei mir auf Herz und Nieren geprüft

Das bedeutet nicht, dass ich dich verhöre.

Aber ich will wissen, womit wir es wirklich zu tun haben. Welche Beschwerden kehren zurück? Seit wann bestehen sie? Was wurde untersucht? Was hat geholfen?

Im Gespräch tauchen oft Dinge auf, die einem Menschen selbst kaum noch bewusst sind.

Dann heißt es plötzlich:

„Stimmt, auf diese Hüfte bin ich vor Jahren gestürzt.“

Oder:

„Da war ein Unfall. Aber den habe ich nie mit meinen heutigen Beschwerden verbunden.“

Beim Stress höre ich manchmal zuerst:

„Das geht seit sechs Monaten so.“

Wenn wir länger sprechen, wird daraus:

„Eigentlich bin ich schon seit fünf oder acht Jahren ständig unter Druck.“

Genau deshalb ist Zuhören keine Nebensache.

 

Menschen erzählen mehr als nur mit Worten

Ich finde es unglaublich interessant, wie Menschen sprechen.

Ein sehr gestresster Mensch spricht manchmal wie ein Maschinengewehr. Ein Gedanke jagt den nächsten, kaum eine Pause, der ganze Mensch wirkt ständig auf Sendung. Allein daran erkenne ich oft, dass das System unter hoher Spannung steht.

Ein anderer Mensch spricht sehr langsam. Er wirkt müde oder beinahe in seinem Schmerz verankert. Vielleicht lebt er schon lange mit Beschwerden.
Das ist keine Diagnose.

Aber es ist ein Hinweis.

Dann gibt es Menschen, die fröhlich hereinkommen und sagen:

„Im Grunde genommen ist alles okay.“

Aber ich schaue auch in die Augen. Manchmal passt das Lächeln nicht ganz zu dem, was ich dort sehe. Dahinter kann Angst liegen, Traurigkeit oder etwas, das zurückgehalten wird und den Körper unter Spannung hält.

Auch Stimme, Klang und Melodik erzählen mit. Wird deine Stimme schneller, wenn wir über die Arbeit sprechen? Wird sie leiser, wenn es um Familie, einen Unfall oder eine schwierige Lebensphase geht?

Ein Mensch kann sagen:

„Alles ist gut.“

Doch die Stimme sagt vielleicht:

„Ich halte gerade sehr viel aus.“

Ich behaupte nicht, anhand eines Blicks oder einer Stimme die ganze Wahrheit zu kennen. Aber ich beobachte.

 

Der Körper bringt seine Geschichte mit

Du kommst nicht nur mit einem schmerzenden Rücken, einer Schulter oder einer Hüfte zu mir.

Du bringst deine vergangenen Jahre mit: alte Unfälle, Stürze, Operationen, körperliche Arbeit, wiederkehrende Schmerzmuster, Schlafmangel, Druck im Beruf und Veränderungen in der Familie.

Oft ist es ein ganzes Konglomerat. Je mehr ich von diesem Gesamtbild verstehe, desto genauer kann ich entscheiden, wie ich mit dir arbeite.

 

Zuhören formt ein Mosaik

Für mich ist Zuhören kein Smalltalk vor der Behandlung.

Zuhören ist bereits ein Teil der Behandlung.

Aus einem Gespräch lösen sich kleine, feine Kristalle heraus: ein alter Sturz, eine Operation, ein wiederkehrender Schmerz, Jahre voller Stress oder ein Satz, bei dem sich plötzlich die Stimme verändert.

Einzeln wirken diese Informationen vielleicht unscheinbar.

Zusammen ergeben sie ein Mosaik.

Dieses Mosaik zeigt mir, wo ich genauer hinsehen und hinfühlen muss. Meine Hände können viel ertasten. Aber erst das Zusammenspiel aus Zuhören, Beobachten, Erfühlen und anatomischem Verständnis macht daraus fokussierte Körperarbeit.

 

Wir arbeiten gemeinsam an einem Ziel

Ich behandle nicht einfach einen Körper, der zufällig auf meiner Liege liegt.

Ich arbeite mit dir.

Du bringst deine Geschichte, deine Wahrnehmung und dein Bedürfnis mit. Ich bringe meine Hände, meine Erfahrung und meinen Anspruch an meine Arbeit mit.

Gemeinsam definieren wir ein Ziel.

Ich kann nicht versprechen, jede Beschwerde zu lösen. Aber ich kann dir versprechen, dass ich nicht gedankenlos über deinen Körper hinwegbehandle.
Du hast die beste Behandlung verdient, die ich dir in diesem Moment geben kann.

Und für mich beginnt diese Behandlung nicht erst mit dem ersten Griff.

Sie beginnt mit dem Zuhören.

Denn bevor ich behandle, will ich verstehen, wer du bist, was du brauchst und was wir gemeinsam erreichen wollen.

mehr

aus dem Craftsman Journal

Warum aus dem Massage- & Dorn-Breuss-Institut Riemer das Massage- & Dorn-Breuss-Institut Riemer – The Craftsman wurde

Vor fünfeinhalb Jahren passte meine Homepage zu mir. Heute sehe ich darin zu viel Shiny, zu viel Bling-Bling – und zu wenig von dem Körperhandwerker, der ich geworden bin. Der Firmenname bleibt: Massage- & Dorn-Breuss-Institut Riemer. Doch daneben steht jetzt The Craftsman. Warum? Und was haben Ehe, zwei Kinder, ein verdammt schweres Jahr und ein gutes Whiskyfass mit meiner Arbeit zu tun?

Der Schmerz ist oft nicht der Anfang

Schmerz beginnt selten in dem Moment, in dem wir ihn zum ersten Mal spüren. Oft hat der Körper über Jahre ausgeglichen, getragen und kompensiert – bis seine Grenze erreicht ist. Was ist in den letzten zehn Jahren passiert? Welche Belastungen, Haltungen oder alten Beschwerden wirken bis heute nach? Und vor allem: Können wir diese Entwicklung früher erkennen, bevor aus einem leisen Signal ein dauerhaftes Problem wird?

Gezielte Körperarbeit statt Wellness

Massage ist nicht gleich Massage. Wellness hat ihre Berechtigung – aber dann soll auch ehrlich draufstehen, was du bekommst. Mich macht es wütend, wenn medizinische Körperarbeit, Handwerk und Wellness unter demselben Etikett verkauft werden. Beim Rum unterscheiden wir schließlich auch zwischen gezuckert und unverfälscht. Zahlst du für Entspannung – oder für einen Therapeuten, der wirklich anpackt, denkt und Verantwortung übernimmt?

Regeneration bedeutet nicht noch mehr leisten

Regeneration beginnt nicht erst nach einem Marathon. Sie beginnt nach einer Trennung, einem Jobwechsel, einer schlaflosen Nacht oder in einer Lebensphase, in der plötzlich alles zu viel wird. Unser innerer Prozessor läuft weiter, während der Körper versucht, die gesamte Last zu tragen. Aber was passiert, wenn selbst Erholung zu einer weiteren Aufgabe wird, die wir perfekt erledigen sollen?

Sanfte Wirbel­säulen­arbeit – Haltung, die wieder mehr trägt

Eine normale Massage kann viel – aber kann sie die Wirbelsäule wirklich in ihrer ganzen Logik erfassen? Für mich beginnt echte Körperarbeit dort, wo Gelenke, Muskulatur, Nervensystem und jeder einzelne Wirbel zusammengedacht werden. Genau deshalb ist die sanfte Wirbelsäulentherapie nach Dr. Auer meine Königsdisziplin. Und ich stelle bewusst die freche Frage: Sind andere Massagetechniken gut – oder ist Dorn-Breuss in diesem Bereich einfach vollständiger?

Skoliose – Mythos, Fehlbegriff oder ernsthaftes Problem?

Skoliose ist kein Etikett, das man jedem schiefen Rücken ankleben sollte. In fast 20 Jahren sind mir nur wenige wirklich schwere Fälle begegnet. Genau deshalb werde ich hellhörig, wenn jeder kleine Wirbelversatz sofort als Skoliose bezeichnet wird. Doch wenn sie tatsächlich da ist, wird aus einem schnell verwendeten Begriff eine hochkomplexe Aufgabe. Erkennst du den Unterschied – und weiß dein Therapeut dann auch, was er tut?

Bevor ich behandle, will ich verstehen

Bei mir legst du dich nicht einfach auf den Bauch und ich spule irgendeine Behandlung ab. Ich will wissen, wer du bist, was du von mir erwartest und wohin die Reise gehen soll. Denn Zuhören ist für mich kein Smalltalk, sondern der Beginn fokussierter, intelligenter und sauberer Arbeit. Aber was passiert, wenn ein Therapeut behandelt, bevor er den Menschen überhaupt verstanden hat?

Mr. Charles – wenn der Körper festhält

Ich liebe guten Horror. Nicht wegen der Monster, sondern wegen einer Frage: Was hält einen Menschen gefangen? Dieselbe Frage stelle ich mir in meiner Praxis. Ich behandle Menschen ohne eindeutigen Befund – und doch fühlt sich ihre Muskulatur an, als würde sie seit Jahren etwas fest umklammern. Was hält den Körper in diesem Spannungszustand? Angst, alte Muster, Druck oder Gewohnheiten? Genau dieser Frage gehe ich in diesem Beitrag nach.

Das Gütesiegel Riemer – Massage mit 100 Prozent

Ich bin der Tony Stark unter den Masseuren: impulsiv, rebellisch und niemals mit dem Wenigsten zufrieden. Das Gütesiegel Riemer steht nicht für Fehlerlosigkeit, sondern für 100 Prozent Einsatz, Herzblut und den Willen, für jeden Menschen die bestmögliche Behandlung zu finden. Denn möchtest du wirklich einen Therapeuten, der nur seine Zeit absitzt – oder einen, der sich für dich ins Feuer wirft?

Meine Leistungen

Dorn-Breuss

Madero­therapie

Bindegewegs­massage

Triggerpoint-Behandlung

Lymph­drainage

Sport­massage

Regeneration

Meine Leistungen

Bindegewegs­massage

Triggerpoint-Behandlung

Lymph­drainage

Sport­massage

Regeneration